Checkliste Barhuflaufen

Ob ein Pferd barhuf laufen kann, hängt vor allem von seinem Besitzer ab!

Es ist schwierig, eine solch komplexe Fragestellung in einer Checkliste abzuhandeln, aber hier möchte ich die wichtigsten Punkte zusammenfassen und zu bedenken geben, die die Entscheidung pro oder contra Barhuflaufen ausmachen.

  1. Ich kann meinem Pferd eine Haltung mit ausreichend Auslauf bieten (Offen/Laufstall, Weidehaltung, Box mit ganztags Weide)
  2. Die Art, wie ich mein Pferd nutzen möchte, erlaubt prinzipiell ein Barhuflaufen (siehe dazu die Artikel hier auf der Seite)
  3. Ich bin bereit, mich über die Thematik 'Barhufe' gründlich zu informieren und kritisch zu denken
  4. Ich habe einen geeigneten Hufbearbeiter meines Vertrauens, der zuverlässig ca. alle 4 Wochen die Hufe bearbeitet / ich kann die Hufbearbeitung selbst lernen und habe eine geeignete Person zum Austausch
  5. Ich bin bereit, während der Umstellung eine zeitlang weniger/nicht zu reiten/Hufschuhe zu verwenden
  6. Ich bin bereit, die Hufe meines Pferdes zu kontrollieren, hin und wieder evtl. selbst zu berunden
  7. Ich bin bereit, beim Reiten auf die Hufe meines Pferde zu achten. Dies gilt insbesondere bei ungewöhnlichen Belastungen wie z.B. Wanderritten oder einem Umzug in anderes Ausreitgelände.
  8. Ich habe eine eigene Meinung und ich lasse mich nicht sofort verunsichern (steht im engen Zusammenhang mit Frage 3)
  9. Die Gesundheit und das Wohl meines Pferdes sind mir langfristig wichtig.

Nur wer diese Punkte alle mit 'Ja' beantworten kann, sollte sein Pferd barhuf laufen lassen.

Ich möchte noch ans Herz legen, sich wirklich gründlich informieren und die Entscheidung, was an den Hufen des Pferdes passiert, bewusst zu treffen. Barhuf hat überwältigende Vorteile und vielfältige Möglichkeiten, Probleme zu vermeiden oder zu beseitigen, aber verlangt mehr vom Pferdebesitzer als alle 8 Wochen den Schmied anzurufen...